(Quelle: Kauer/DJV)

Großputz für heimische Vögel

24. September 2020 (DJV) Berlin

Aktuell suchen Singvögel Quartiere für den Winter. Alte Nester müssen entfernt, neue Nisthilfen gebaut werden. Der DJV gibt Tipps.

Fehlende Nistkästen lassen sich ganz einfach selbst bauen - zum Beispiel mit Kindern.
Fehlende Nistkästen lassen sich ganz einfach selbst bauen - zum Beispiel mit Kindern. (Quelle: DJV)

Spätsommer und Frühherbst  eignen sich gut für die Nistkastenpflege. Und die ist wichtig: Heimische Standvögel wie Meisen, Kleiber oder Zaunkönig sind Höhlenbrüter und suchen jetzt ein gemütliches Quartier für die kalte Jahreszeit. Sie sind jedoch nicht in der Lage, das alte Nest zu entfernen und verbauen darauf einfach neues Material für den Winter. Die Folge: Knapper Platz und Parasiten im Vogelhaus. Das alte Nest muss also raus. Der Deutsche Jagdverband (DJV) gibt Tipps für eine geeignete Nistkastenreinigung. 

Bei der Pflege von Nistkästen sollte auf den Einsatz von Chemikalien verzichtet werden. Einfaches Auskehren genügt meist. Bei starkem Befall mit Parasiten hilft das Spülen mit Kochsalzlösung. Sollte bereits ein Wintergast wie der Siebenschläfer in die Höhle eingezogen sein: Mit der Pflege bis zum zeitigen Frühjahr warten. Dann steht einer erfolgreichen Brutsaison 2021 nichts mehr im Weg.

Fehlende Nistkästen lassen sich ganz einfach selbst bauen - zum Beispiel mit Kindern. Geeignet sind heimische Laubhölzer wie Eiche, Erle und Hainbuche. Auch aus Nadelhölzern wie Fichte, Tanne und Kiefer können Vogelkästen gefertigt werden. Diese sollten dann aber mit umweltfreundlichen Lasuren gegen Witterung geschützt werden. Es gibt auch Nisthilfen aus Holzbeton. Sie sind sehr langlebig und bieten ihren Bewohnern eine ideale Innentemperatur.

Nistkästen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Denn natürliche Baumhöhlen werden immer seltener. Jährlich pflegen Jäger bis zu 270.000 Nistkästen. Bei durchschnittlich drei Küken pro Nest wachsen so jährlich 800.000 Jungvögel heran. 

Eine Bauanleitung für einen Nistkasten gibt es hier

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Einige Höhlenbrüter haben ein individuelles Brutverhalten. Die Meise brütet zwischen April und August mehrmals jährlich. Ihr Nest darf zwischen diesen Bruten nicht entfernt werden. Der Mauersegler hingegen baut in seinem gesamten Leben nur ein Nest. Vogelhäuser sollten am besten nach Südosten ausgerichtet werden, zum Beispiel an einem Baumstamm. Äste sollten nicht in der Nähe sein - sonst gelangen Hauskatzen, Waschbären oder Marder ganz einfach an die Brut.

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Für den Bau eines Nistkastens braucht man nicht viel. Bretter, Nägel, Akku-Schrauber und eine Gruppe Kinder, die Spaß mitbringen. Das Ergebnis: Sie wissen, wie man einen Nistkasten baut. Und wie man ihn später aufhängt.

Die Aktion wurde unterstützt vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. und dem Naturschutzgebiet Selenter See.

Der Bausatz aus dem Video kann im Shop des Jagdverbandes gekauft werden.

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Höhlenbrüternistkasten

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