Nein zu "Canned hunting"

Der Landesjagdverband NRW und die Messeleitung Dortmund haben sich gegen das so genannte „Canned hunting“, die Jagd auf in Gefangenschaft groß gezogene Tiere, positioniert. Im Vorfeld der Messe „Jagd&Hund“ fordern beide Einrichtungen die Aussteller auf, die Jagdmethode nicht anzubieten.

Beliebte Tierart für
Beliebte Tierart für "canned hunting": Löwen (Quelle: Kevin Plug/wikipedia CC BY 2.0)

Der Abschuss gezüchteter Löwen in Gattern („Farm-Löwen, captive bred lions“) hat mit dem Wesen der Jagd nichts zu tun und fügt dem Ansehen von Jagd und Jägern in der Öffentlichkeit schweren Schaden zu. Insofern passen solche Angebote auch nicht zur Messe „Jagd & Hund“. 

Gleiches gilt für den Abschuss künstlich gezüchteter Farbvarianten und -mutationen von Wildtieren, die in freier Wildbahn überhaupt nicht vorkommen („artificial breeding“).

Der Landesjagdverband NRW als ideeller Träger der Messe „Jagd & Hund“ und die Westfalenhallen Dortmund GmbH als Veranstalter distanzieren sich ausdrücklich von Praktiken wie dem Abschuss von „captive bred lions“ und „artificial breeding“, weil solche Handlungsweisen mit dem ethischen Anspruch an die Jagd nicht zu vereinbaren sind.

Darauf hat die Messeleitung, in einem mit dem Verband abgestimmten Schreiben, die Jagdreiseanbieter auf der „Jagd & Hund“ hingewiesen und ihnen nahe gelegt, solche ethisch fragwürdigen Praktiken auf der Messe 2016, falls sie überhaupt im Portfolio der Ausstellers enthalten sind, im Rahmen einer freiwilligen Selbstbeschränkung nicht anzubieten.

Zugleich wird angekündigt, die Teilnahmebedingungen im Hinblick auf eine Änderung intensiv zu prüfen, um derartige Angebote für die Zukunft auf der Messe „Jagd & Hund“ möglichst nicht mehr zuzulassen.