LJV Schleswig-Holstein: Trockenes Frühjahr - gut für Feldhasen, aber schlecht für Schwalben

Wochenlang kaum Regen - Was für manche Wildtiere ein Segen ist, wird für andere zum Problem.

In den vergangenen vier Wochen gab es im Land kaum Regen. Von diesem warmen und trockenen Frühling profitieren die Feldhasen in Schleswig-Holstein besonders.

Hasen graben für ihre Jungen keine schützenden Erdhöhlen, wie es Wildkaninchen tun. “Der Hasennachwuchs wird ohne Schutz vor Wind und Wetter in einer kleinen Mulde auf den Wiesen und Äckern abgelegt. Dort hatten sie in den vergangenen Jahren oft mit nasskalter Witterung zu kämpfen, so dass viele Junghasen im Frühjahr an Unterkühlung starben. Dieses Frühjahr ist alles anders. Wochenlang kein Regen und sommerliche Temperaturen, da hat der Hasennachwuchs gute Chancen groß zu werden”, sagt Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.

Doch was für die einen ein Segen, kann für andere Wildtiere zum Fluch werden. Frühlingsboten, wie die Schwalben wollen jetzt ihre Nester bauen. Das Nistmaterial der Schwalben besteht aus Lehm, feuchtem Erdmaterial und Schlick. Doch vielerorts sind die kleinen Wasserlöcher und Pfützen ausgetrocknet und feuchtes Nistmaterial ist für die Schwalben schwer zu beschaffen.

Hier können einfachste Hausmittel helfen. Mit dem Anlegen kleiner Pfützchen können Gartenbesitzer den Rauch- und Mehlschwalben geeignetes Nistmaterial bereitstellen. An einer Stelle mit lehmigem Boden wird dazu eine Mulde aufgekratzt und täglich mit Wasser aufgefüllt. Bei ungeeignetem Boden kann man auch gutes Baumaterial aus einer Lehmgrube anfertigen und in einer Schwalbenpfütze oder einer großen, flachen Schale, die man mit Wasser füllt, unterbringen. Auch am Rande des Gartenteichs kann den Schwalben feuchter Lehm bereitgestellt werden. Dort wo Schwalben zu wenig Lehm für den Nestbau vorfinden, empfiehlt sich das Anbringen von Kunstnestern. Diese können im Fachhandel bezogen oder selber hergestellt werden.