Jäger verurteilen illegalen Wolfsabschuss

LJV warnt vor vorschneller Schuldzuweisung

 (Quelle: Rolfes/DJV)
(Quelle: Rolfes/DJV)

Laut Pressemitteilung des Wolfsbüro Lupus wurde am Sonntag, den 13.Juli 2014, an der Straße zwischen Halbendorf/Spree und Lömischau im Landkreis Bautzen ein junger weiblicher Wolf tot aufgefunden. Der Verdacht, dass dieser Wolf mit einer Schusswaffe getötet wurde, konnte durch Untersuchungen des Leibnitz Instituts für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) bestätigt werden.

Der Wolf ist nach europäischem Recht sowie nach Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschützte Art und unterliegt im Freistaat Sachsen außerdem dem Sächsischen Jagdgesetz. Die illegale Tötung einer solchen Art stellt somit ein Verstoß gegen das Sächsische Jagdgesetz und eine Straftat dar, die polizeilich geahndet wird. Der Landesjagdverband Sachsen e.V. (LJVSN) und der Deutsche Jagdverband (DJV) verurteilen illegale Wolfstötungen und distanzieren sich klar von dieser Tat. Die Jagdverbände und die Jäger leisten ihren Beitrag zur Versachlichung der Wolfsdiskussion und bringen sich aktiv in Diskussion und Monitoring ein.

Die Jägerschaft im Freistaat Sachsen wirkt seit Jahren am Monitoring auch bei besonders streng geschützten Arten, wie Wolf, Luchs und Wildkatze sehr erfolgreich mit. Sie sind die einzigen Jäger in Deutschland, die durch die Novellierung des Sächsischen Jagdgesetzes dazu verpflichtet sind. Der LJVSN hat bereits (in Zusammenarbeit mit der TU Dresden) über 80 Jäger zu Wildtierbeauftragten geschult. Sie sind Ansprechpartner für die Aufnahme von Hinweisen, wie Wildtierrissen und Kotproben (Losung). Die Schulungen wurden so gut angenommen, dass in diesem Jahr ein weiterer zweitägiger Lehrgang angeboten wurde. Die Jäger sind flächendeckend in ganz Sachsen aktiv. Ihre sachkundige, ehrenamtliche Arbeit spart einerseits dem Steuerzahler viel Geld, andererseits ist ihr Wissen unerlässlich für ein flächendeckendes Monitoring.