Volles Haus in der Stadthalle Bielefeld | Deutscher Jagdverband

Volles Haus in der Stadthalle Bielefeld

Massiver Protest gegen geplantes „ökologisches Jagdgesetz“ in NRW

Über 3.000 Jäger kamen nach Bielefeld (Quelle: DJV)
Über 3.000 Jäger kamen nach Bielefeld (Quelle: DJV)

Die fünfte Regionalkonferenz des Landesjagdverbandes NRW bildete den vorläufigen Höhepunkt des Jäger-Protests gegen das geplante „ökologische Jagdgesetz“ der Rot-Grünen-Landesregierung. Am Dienstagabend waren mehr als 3.000 Menschen dem Ruf des LJV-NRW gefolgt, um ihrem Ärger in der Stadthalle Bielefeld Luft zu machen. Unterstützung erhielten sie vom DJV-Präsidium – DJV-Präsident Hartwig Fischer: „Es geht hier um existenzielle Fragen für eine zukunftsfähige Jagd. Sollte es zur Novelle kommen, wird das Eigentumsrecht in erheblichem Maße eingeschränkt. Wir kämpfen für Artenvielfalt und Nachhaltigkeit - das ist mit dem neuen Entwurf schlicht nicht mehr möglich.“

Bilder zur fünften Regionalkonferenz in Bielefeld

Der Unmut über das „ökologische Jagdgesetz“ hat tausende Jäger nach Bielefeld gezogen (Quelle: DJV)

Annette Watermann-Krass, SPD: „Die Gesellschaft hat sich verändert, das nehmen wir jetzt im Gesetz auf. Wir haben aber auf dem Weg hierher Dinge vernommen, die uns nicht passen. Wir müssen den Dingen also auf den Grund gehen, die Anhörungen kommen noch“ (Quelle: DJV)

Norbert Meesters, SPD (Quelle: DJV)

Über 3.000 Menschen haben der waidgerechten Jagd ihre Stimme verliehen (Quelle: DJV)

Karlheinz Busen, FDP: „Sie wollen die Fallenjagd faktisch abschaffen. Und machen Sie uns nicht glauben, der eingebrachte Gesetzentwurf würde sich noch grundlegend ändern.“ (Quelle: DJV)

Friedhelm Ortgies, CDU (Quelle: DJV)

V.l.:Wilhelm von Trott zu Solz, Vors. der Dt. Delegation von CIC, Steffen Liebig, Präs. des LJV TH, Peter Markett, 1. stv. Vors. des Bundesverbandes Deutscher Berufsjäger und Vors. des LJV NRW der Berufsjäger, Dr. Jens-Jürgen Böckel, Vizepräs. CIC, Philipp Freiherr von und zu Guttenberg, Vors. Aktionsbündnis Forum Natur, Dr. Gert Dittrich, Präs. des LJV SN, Peter Werner, Schatzmeister des LJV HE, Albrecht Hellwig, Vizepräs. des LJV ST, Hartwig Fischer, Präs. des DJV, Joachim Olbrecht, Vizepräs. des LJV BB, Gilbert Baron de Turckheim, Präs. der FACE, Cajus Caesar, MdB , Berichterstatter des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Stv. Vors. des Arbeitskreises Jagd, Fischerei und Natur der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Forstdirektor a.D. Hans-Albrecht Hewicker Vors. des Dt. Falkenordens, Detlef Zacharias , Vizepräs. des LJV BE, Ralph Müller-Schallenberg , Präs. des LJV NRW

Grochowiak-Schmieding, Grüne (Quelle: DJV)

Marc Luerbke, FDP: „Die SPD hat 99 Sitze im Landtag, Bündnis 90/Die Grünen nur 29. Es ist Zeit, dass die SPD sich daran auch mal orientiert und die Richtung vorgibt.“ (Quelle: DJV)

Mit Plakaten und Blashörnern haben die Jagdnaturschützer ihr Unverständnis gegenüber der Gesetzesnovelle verkündet (Quelle: DJV)

LJV-Präsident Ralph Müller-Schalenberg: „Es geht nicht um ein Bleiverbot bei Jagdmunition. Das ist schlicht unmöglich. Es geht um eine Minimierung. Und das fällt in die Bundeskompetenz!“ (Quelle: DJV)

Phillipp Freiherr zu Guttenberg, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) und Vorsitzender des Aktionsbündnisses Forum Natur: „Es ist schon erstaunlich, dass Rot-Grün eine solche Politik betreibt, die den ländlichen Raum verachtet. Das Eigentum wird mit Füßen getreten!“ (Quelle: DJV)

Auch Landtags- und Bundestagsabgeordnete sind erschienen (Quelle: DJV)

Neben dem FACE-Präsidenten, Baron de Turkheim, waren zahlreiche weitere Verbandsspitzen angereist, um ihre Solidarität mit dem LJV-NRW Ausdruck zu verleihen, darunter Vertreter von JGHV, DFO, BDB und CIC. Philipp Freiherr zu Guttenberg, Vorsitzender des Aktions-bündnisses Forum Natur, sprach stellvertretend für 7 Millionen Menschen des ländlichen Raumes: Es sei verantwortungslos den vermeintlichen Natur- und Tierschutz gegen die Menschen im ländlichen Raum auszuspielen und ein subtiler Angriff auf den ländlichen Raum. Seit 1848 sei die Jagd mit Grund und Boden verbunden. Dieses Eigentumsrecht habe man nicht am Biertisch ausgehandelt, sondern erkämpft.

Den LJV-Livestream verfolgten etwa 1.900 Zuschauer auf den Webseiten des LJV-NRW und des DJV. Die Live-Berichterstattung des DJV via Ticker erreichte über 1.700 und auf Facebook etwa 15.000 Menschen. 

LJV-Livestream:

DJV-Liveticker: