LJVB wehrt sich erfolgreich gegen tendenziösen Bericht im RBB

Der Landesjagdverband kritisierte die einseitige Darstellung des am 19.02. gesendeten Beitrags „Zuviel Wild im Wald: Schießen Brandenburgs Jäger zu schlecht?“ Der RBB gestand daraufhin Versäumnisse ein und sagte zeitnah eine ausgewogene Berichterstattung zu.   

Laut ÖJV gibt es zu viel Wild, weil Jäger zu schlecht schießen. (Quelle: DJV)
Laut ÖJV gibt es zu viel Wild, weil Jäger zu schlecht schießen. (Quelle: DJV)

In den Abendsendungen „rbb aktuell“ und „zibb“ des Rundfunk Berlin Brandenburg am 19.02.2016 wurden in dem Beitrag „Zuviel Wild im Wald: Schießen Brandenburgs Jäger zu schlecht?“ schwere Vorwürfe gegen die Brandenburger Jägerschaft erhoben. Tenor: Die Jäger schießen zu wenig und zu schlecht, deshalb könne der Wald nicht wachsen. Die Vorwürfe, auf die sich die Sendung stützt, werden vom Ökologischen Jagdverein erhoben. Hierbei handelt es sich um eine kleine Lobbyorganisation von rund 80 Mitgliedern, die den radikalen Abschuss von Rehen und Hirschen fordert und sich vor allem aus Waldbesitzern und Förstern zusammensetzt. Als Verstärker der Attacke wurde Helmut Brücher vom BUND eine Bühne geboten, der in der Vergangenheit immer wieder durch jagdfeindliche Äußerungen auffiel. Was fehlt, ist die Stimme der 9.600 Jäger, für die der LJVB spricht. Sie sind der direkte Adressat der Unterstellung. Liegt hier ein Versehen vor? Nein. Die Interessensvertretung der Brandenburger Jäger wurde sehr wohl um eine Stellungnahme vor der Kamera gebeten. Ein Termin war bereits vereinbart. Dieser wurde jedoch vom RBB kurzfristig abgesagt. Stattdessen gab LJVB-Geschäftsführer Georg Baumann per Telefon eine Stellungnahme ab. Nur gesendet wurde sie nicht. Das ist nicht hinnehmbar.

Nicht akzeptabel ist auch die Anmoderation in „rbb aktuell“, in der die Vorwürfe des Ökologischen Jagdvereins unkritisch übernommen wurden. Der LJVB kritisierte telefonisch und schriftlich die tendenziöse Berichterstattung zum Thema Jagd und forderte eine angemessene Möglichkeit, auf die Schmähungen zu reagieren. „Es kann nicht sein, dass mit öffentlichen Geldern Stimmung gegen Jäger gemacht wird und diese nicht die Möglichkeit erhalten, darauf zu antworten. Hier wurde mehr als schlampig gearbeitet. Der RBB hat einen Bildungsauftrag und ist zu einer ausgewogenen Berichterstattung verpflichtet. Der vorliegende Beitrag lässt beides vermissen“, so Tino Erstling, Pressereferent des LJVB.

Der RBB reagierte prompt. In einer schriftlichen Stellungnahme räumte der verantwortliche Redaktionsleiter Versäumnisse ein. Die „unausgewogene Form der Berichterstattung entspricht nicht unseren üblichen Standards“, heißt es in der E-Mail.

„Dass der RBB nun binnen weniger Stunden Fehler eingestanden und zeitnah eine ausgewogene Berichterstattung zugesagt hat, freut uns“, erklärt Georg Baumann, Geschäftsführer des LJVB. „Wir gehen davon aus, dass der künftige Umgang miteinander wieder so vertrauensvoll und fair sein wird, wie er dies in der Vergangenheit war.“