Oberstes Ziel:
mehr Sicherheit,
weniger Bürokratie

Die anstehende Reform des Waffenrechts ist die große Chance, die innere Sicherheit durch Bürokratieabbau nachhaltig zu stärken. Der Bundesverband zivile Legalwaffen (BZL) und der Deutsche Jagdverband (DJV) haben gemeinsam Vorschläge erarbeitet, um das Waffenrecht anwenderfreundlicher und praxisorientierter zu machen. Ziele sind unter anderem mehr Sicherheit und weniger Bürokratie.

Fehlendes Augenmaß, unnötige Verbote und Beschränkungen durch die Hintertür: BZL und DJV sehen dringenden Reformbedarf im Waffenrecht. In enger Abstimmung von Jägern, Sportschützen und anderen Legalwaffenbesitzern wurden Vorschläge erarbeitet für einen echten Zugewinn an Sicherheit bei Wahrung der Verhältnismäßigkeit:

Waffenrechtsverschärfungen des Sicherheitspaketes zurücknehmen:

Wer unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung rechtstreue Bürger schikaniert, untergräbt die ihn legitimierende Basis.

Täter statt Tatmittel in den Fokus rücken:

Anstelle beispielsweise Messer zu verbieten, müssen diejenigen konsequent entwaffnet werden, die Gesetze missachten und das friedliche Zusammenleben gefährden.

Behördenabfragen reformieren:

Eine Jagdscheinverlängerung oder Waffeneintragung sollte im Regelfall nicht länger als ein paar Minuten dauern und nicht mehrere Monate.

Verhältnismäßigkeit herstellen:

Eine im Rucksack vergessene Patrone darf nicht zum Entzug der waffenrechtlichen Erlaubnis führen – wir fordern Augenmaß statt pauschaler Verurteilung.

Alle waffenrechtlichen Transaktionen digitalisieren:

Nur ein effizientes, transparentes und sicheres Management des Legalwaffensektors schafft die Voraussetzungen und Kapazitäten für die Bekämpfung der wahren Probleme.

Schalldämpfer erlaubnisfrei stellen:

Dieses Zubehör ist völlig ungefährlich und sollte damit weder nummeriert, registriert noch speziell aufbewahrt werden müssen.

Nachtzieltechnik freigeben:

Die bestmögliche Ausrüstung ist Voraussetzung für eine sichere und tierschutzgerechte Jagd. Wir fordern daher, den Weg freizumachen für praxistaugliche Regelungen ohne waffenrechtliche Restriktionen.

Keine Einführung einer gesonderten Bedürfnisprüfung für den Erwerb und Besitz von Langwaffen für Jäger:

Die gesonderte Bedürfnisprüfung ab einer bestimmten Anzahl von Langwaffen bei Jägerinnen und Jägern bringt keinen Zugewinn für die innere Sicherheit – aber einen deutlich höheren bürokratischen Aufwand. Behördenkapazitäten werden gebunden, die für wirklich sicherheitsrelevante Aufgaben wichtiger wären.

DJV, BZL und die anderen Vorstandsverbände werden sich nachdrücklich und konsequent für diese Positionen einsetzen. Die Verbände sind bereit, sich in den Evaluierungsprozess einzubringen und die Reform aktiv mitzugestalten. Jetzt muss die Politik liefern.

BZL-Vorsitzender Matthias Klotz zur Evaluierung des Waffenrechts