Frühjahrsmahd: Rehkitze, Junghasen und Küken schützen

Bund fördert Drohnen für Kitzrettung. Wildtierrettung jetzt bundesweit aktiv. Verbände appellieren: Tierschutz bei Frühjahrsmahd konsequent umsetzen.

Jedes Jahr werden Rehkitze, Junghasen und am Boden brütende Vogelarten durch Mähwerke getötet, wenn im Frühjahr die erste Mahd der Wiesen und Grünroggenfelder beginnt. Wildretterteams sind dann ehrenamtlich im Einsatz für den Tier- und Artenschutz: Sie suchen Felder vor dem Mähen mit Hund oder Drohne ab und bringen Jungtiere in Sicherheit. Einfache Maßnahmen sind bereits erfolgreich: Knistertüten, Flatterbänder oder Kofferradios, am Vorabend aufgestellt, vergrämen Wildtiere effektiv und kostengünstig. Ebenfalls effektiv: von innen nach außen mähen. Der DJV hat dazu in den sozialen Medien zwei Videos veröffentlicht. 

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Weiteres Video auf unserem Facebook-Kanal.

Wildtiere werden in Sicherheit gebracht

Bund fördert Drohnen für Kitzrettung

Mit insgesamt drei Millionen Euro förderte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im vergangenen Jahr die Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildtechnik zur Kitzrettung. Der DJV hat gemeinsam mit der Deutschen Wildtierrettung interessierte Jägerinnen und Jäger entsprechend beraten. Die Förderung des Drohnenkaufs war ein erfreuliches Signal, sich für Tierschutz einzusetzen.

Drohnen helfen bei der Wildtierrettung

Wildtierrettung jetzt bundesweit aktiv.

Aus der Norddeutschen wird die Deutsche Wildtierrettung (DWR): Nach gut zwei Jahren wird der Tierschutzverein jetzt von neun Landesjagd- und zwei Bauernverbänden getragen. Der DJV unterstützt die  Initiative. Bundesweit sind auf der Plattform inzwischen 100 Wildtieretterteams registriert. In der vergangenen Saison haben die DWR-Teams mehr als 10.000 Rehkitze sowie Tausende Feldhasen, Jungvögel und Gelege vor dem Mähtod bewahrt.

Infos für Wildretterteams

Auf der Website der Deutschen Wildtierrettung können sich Teams kostenlos registrieren und präsentieren. Das ermöglicht Landwirten eine schnelle Kontaktaufnahme. Außerdem gibt es Infos für Drohnenpiloten, Jagdpächter und Landwirte. Für Teams, die sich bei der DWR registrieren lassen, ist die Beratung zu Vereinsgründung oder Drohnentechnik kostenlos.

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