Europäisches Parlament stimmt Feuerwaffen-Richtlinie zu

Das europäische Parlament hat gestern einer fragwürdigen Reform der EU-Feuerwaffenrichtlinie zugestimmt. Vorgesehen sind unter anderem Beschränkungen der Magazinkapazität halbautomatischer Waffen, umfassendere Regelungen zur Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von Waffen und Waffenteilen, zum Austausch von Daten unter EU-Mitgliedsstaaten sowie dem Handel mit Waffen und eine verschärfte Überwachung der Eignung und Zuverlässigkeit von Waffenbesitzern.

fwe Mi., 2017-03-15 16:03
"Wild auf Wild" - DJV startet Kampagne

Jeder zweite Deutsche isst mindestens einmal im Jahr Wild - weil es ein ursprüngliches, regionales Lebensmittel ist und damit im Trend liegt. Jagd wird in diesem Zusammenhang entsprechend positiv bewertet, zeigen repräsentative Umfragen. Der Deutsche Jagdverband hat deshalb eine Kampagne gestartet, die über Wildbret das Image der Jagd weiter verbessern kann. Im Fokus stehen verschiedene Aktionsmittel, die sich gut kombinieren lassen mit bestehender Ausrüstung für Auftritte auf Märkten, Messen oder Festen.

fwe Do., 2017-03-09 11:23

Brüssel steht in der Pflicht. Das ist eines der Ergebnisse einer Konferenz zur "Zukunft der Naturschutzrichtlinien" im EU-Parlament in Brüssel. In der von der Intergruppe Jagd und Ländliche Räume zusammen mit FACE organisierten Konferenz stellte der Vizepräsident des Deutschen Jagdverbandes, Dr. Volker Böhning, die bestehenden Probleme mit Kormoran, Biber und Wolf dar. Verantwortlich dafür sei nicht nur die unzureichende Umsetzung der Richtlinien in Deutschland, sondern auch die Bürokratie in Brüssel.

Die Konferenz, die vom CDU-Europaabgeordneten Karl-Heinz Florenz geleitet wurde, bot für den DJV die Möglichkeit, die negativen ökonomischen wie ökologischen Folgen für Gesellschaft, Landwirtschaft und Biodiversität der zunehmenden Bestände von Kormoran, Biber und Wolf darzustellen. Die Entnahme von Kormoranen sei ohne die erforderliche Verwaltungsvereinfachung nicht länger im nötigen Maße zu praktizieren, um eine nachhaltige Bestandsreduzierung zu erzielen. Ähnliche Probleme gebe es auch beim Biber.

Die Prognosen zur weiteren Ausbreitung des Wolfes in Deutschland für die nächsten fünf Jahre geben Anlass zur Sorge und müssten dem zuständigen Bundesumweltministerium eigentlich schon jetzt Anlass zum Handeln geben. Dreh- und Angelpunkt ist die Definition des "Günstigen Erhaltungszustandes". Dort bestehe ganz offensichtlich eine Diskrepanz zwischen einer politisch motivierten Sichtweise und der wissenschaftlichen Sicht. Praktikablen Lösungen für Landwirte und Jäger stünden viele Organisationen und die Verwaltung ablehnend gegenüber. Die europäischen Richtlinien würden im Grunde umfassendere Lösungen zulassen, die Möglichkeiten der Richtlinien seien in Deutschland jedoch nicht ausgeschöpft.

Stimmung kippt in einigen Regionen

Darüber hinaus liege eine Ursache der bestehenden Probleme mit den genannten Arten auch in Brüssel: Die Vorgaben unüberwindbarer Hürden, wie einstimmige Beschlüsse der Mitgliedsstaaten zur Änderung der Anhänge der Naturschutzrichtlinien, verhinderten Mehrheitsentscheide. Letztlich fehle der nötige Pragmatismus, von daher dürfe man sich über eine entsprechende Verbitterung über die Politik aus Brüssel und EU-Verdrossenheit nicht wundern.

Böhning warnte davor, bei Arten wie Wolf, Biber und Kormoran den gleichen Fehler zu begehen, wie in der Vergangenheit - nur unter umgekehrten Vorzeichen. Während die Verfolgung der Arten früher beinahe zu ihrer Ausrottung geführt hätte, führe heute der überzogene Schutz zu heftigen Konflikten mit der Landbevölkerung vor Ort; die Stimmung sei in einigen Regionen bereits gekippt. Erforderlich seien Vernunft und Augenmaß, damit es zu einer dauerhaften Akzeptanz und damit zum Erhalt der Arten in Deutschland komme.

Im Rahmen eine Pressekonferenz anlässlich der Internationalen Waffenausstellung in Nürnberg (IWA) haben die Firmen Hanwag und Fjällräven ihre Premiumpartnerschaft mit dem Deutschen Jagdverband verkündet.

Die Bekleidungsfirmen Fjällräven und Hanwag sind seit dem Jahreswechsel neue Premiumpartner für den Bereich Bekleidung sowie Schuhe des Deutschen Jagdverbandes (DJV). Im Rahmen einer Pressekonferenz am vergangenen Samstag auf der Internationalen Waffen Ausstellung in Nürnberg wurde die neue Partnerschaft durch Thomas Gröger (CEO Fjällräven International, International Sales and Export Manager, Country Manager Deutschland Fjällräven Sporthandelsgesellschaft mbH), Jürgen Siegwarth (Geschäftsführer Hanwag Deutschland Vertriebs GmbH) und DJV-Präsident Hartwig Fischer offiziell verkündet.
 
„Wir freuen uns Fjällräven und Hanwag zu unseren neuen Premiumpartnern zählen zu dürfen. Solche vertrauensvolle Partnerschaften erhöhen die jagdpolitische Schlagkraft. Wir haben ein gemeinsames Ziel: den Erhalt unserer Jagd!“, so DJV-Präsident Hartwig Fischer im Rahmen der Pressekonferenz.
 
Ziel der Premium-Partnerschaft ist es, durch gemeinsame Projekte den Erhalt der Jagd in Deutschland zu unterstützen und zu fördern. Der DJV unterhält exklusive Partnerschaften zu ausgewählten Premium-Herstellern der Jagdindustrie.
Die DJV-Geschäftsstelle zieht um

Zwischen 7. und 11. November 2016 zieht der Dachverband der deutschen Jäger in die neuen Berliner Büroräume in der Chausseestraße 37. Da das gesamte Team mit anpackt, bleibt die Geschäftsstelle in dieser Zeit geschlossen. In dringenden Fällen sind die DJV-Mitarbeiter unter folgender zentraler Rufnummer zu erreichen: 0 30 - 20 91 39 40. Oder per E-Mail unter djv@jagdverband.de. Ab Montag, 14. November 2016, lautet die neue Postanschrift:

Deutscher Jagdverband e.V Chausseestraße 37 10115 Berlin

ska Mo., 2016-11-07 09:15

Laut DJV-Wildunfallstatistik kollidiert etwa alle 2,5 Minuten ein Wildtier mit einem Auto. Doch 90 Prozent der Unfälle werden nicht statistisch erfasst. Unfallschwerpunkte lassen sich daher nur schwer ermitteln. Jeder Verkehrsteilnehmer kann jetzt mithelfen, dies zu ändern: Über die App des Tierfund-Katasters können Unfälle vor Ort eingegeben werden. Ein Plus für Tierschutz und Verkehrssicherheit.

Zeitumstellung, Nebel, nasses Laub auf den Straßen und verstärkter Wildwechsel in der Dämmerung: Das Unfallrisiko steigt im Herbst merklich an. Rund 213.000 Unfälle mit Hirsch, Reh und Wildschwein gab es im vergangenen Jahr. Die Polizei erfasst lediglich 10 Prozent davon, nämlich Unfälle mit Personenschäden. Der Großteil der Wildunfallschwerpunkte bleibt somit unentdeckt. Ein großes Risiko für Mensch und Tier. Das neu entwickelte Tierfund-Kataster des Deutschen Jagdverbands (DJV) ermöglicht erstmals bundesweit eine einheitliche Erfassung von Wildunfällen. Alle Verkehrsteilnehmer sind aufgerufen, Funde von verunfallten Wildtieren zu melden. 

Die Daten lassen sich innerhalb von wenigen Minuten erfassen - vor Ort über die kostenfreie Smartphone-App (Android und iOS) oder im Internet (www.tierfund-kataster.de). Der aktuelle Standort wird bei der App automatisch erfasst und relevante Daten wie Datum oder Wildart werden abgefragt. Zusätzlich lässt sich für die bessere Bestimmung der Wildart ein Foto hochladen. Eine Zwischenspeicherung der Daten auf dem Smartphone ist auch ohne Internetverbindung möglich. 

Pilotprojekt Schleswig-Holstein: Auswertung der Wildunfälle 2014Wissenschaftler der Universität Kiel prüfen die Daten und werten sie aus. Ziel ist es, Schwerpunkte für Wildunfälle zu ermitteln und schließlich zu entschärfen. Werden diese wildtierfreundlicher gestaltet, bedeutet dies ein Plus an Tierschutz sowie weniger Sach- und Personenschäden. Das Monitoring kann künftig auch für weitere Projekte eingesetzt werden. Beispielsweise können Totfunde unter Windkraftanlagen systematisch kartiert werden, ebenso die mögliche Ausbreitung von Tierseuchen.

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein hat den Grundstein für das bundesweite Tierfund-Kataster gelegt. Dort ist seit 2011 ein Prototyp im Einsatz, mit dem bereits über 26.000 Wildunfälle erfasst und wissenschaftlich ausgewertet wurden. Das Kataster ist Teil des Projektes WILD, dem Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands. Bereits seit 2000 erfassen Wissenschaftler das Vorkommen ausgewählter Tierarten mit wissenschaftlichen Methoden, etwa Feldhasen durch die sogenannte Scheinwerfertaxation.

Hier gibt es die App zum Tierfund-Kataster als Download:

Tierfundkataster App

http://bit.ly/App_für_iOS

http://bit.ly/App_für_Android

 

Wir trauern um Cai-Friedrich von Bülow

Wir trauern um Cai-Friedrich von Bülow, Gutsherr auf Bossee in Westensee, der am 6. Oktober 2016 im Alter von 85 Jahren für immer von uns gegangen ist. Cai-Friedrich von Bülow war seit 1971 Träger der silbernen Ehrennadel der Landesjägerschaft Schleswig-Holstein, wurde 1985 aufgrund seiner Expertise in den Schalenwildausschuss des DJV berufen und wurde 1990 für seine hervorragenden Tätigkeiten mit der goldenen Verdienstnadel des Deutschen Jagdverbandes ausgezeichnet.

ama Fr., 2016-10-14 11:00
Jagdhund ist Arbeitspartner und Familienmitglied

Hunde bereichern auf vielfältige Weise das Leben des Menschen – etwa als Jagdpartner, Hütehund oder Familienmitglied. Am 10. Oktober findet ihnen zu Ehren der internationale Welthundetag statt. Aus diesem Anlass veröffentlicht der Deutsche Jagdverband (DJV) Ergebnisse einer aktuellen Befragung: Demnach lebt in zwei Dritteln aller Jägerhaushalte mindestens ein Jagdhund, im Bundesschnitt sind nur etwa 11 Prozent aller Haushalte auf den Hund gekommen. Bereits vor mehr als zweitausend Jahren jagten die Kelten mit Hunden, den sogenannten Bracken.

mer Fr., 2016-10-07 10:14

Immer wieder werden Elche in Deutschland gesichtet. Aktuell wurde ein Exemplar in der Nähe Berlins beobachtet.

Am östlichen Berliner Ring bei Erkner sollen Elche in Autobahnnähe gesichtet worden sein. «Per Telefon hat uns jemand die Tiere gemeldet», sagte Lars Kleinschmidt von der Oberförsterei Hangelsberg und bestätigte einen Bericht der «Märkischen Oderzeitung». Der Oberförster hielt diese Meldung für plausibel, weil in der vergangenen Woche ein Elch mit Jungtier im Oderbruch gesehen und fotografiert wurde.

Es sei für die größte Hirschart der Welt kein Problem, lange Wegstrecken zurückzulegen, sagte Jan Engel vom Landesbetrieb Forst.

Generell werden in Brandenburg immer wieder Elche gesehen. Engel vermutet, dass die Tiere von Polen aus Abstecher ins Nachbarland unternehmen. Das Wasser in der Oder sei aktuell nicht sehr hoch. Zur Not könnten Elche auch schwimmen. Im Winter kommen sie auch von Polen über das Eis nach Brandenburg, erklärte Engel.

Allerdings seien die Bedingungen für die Tiere nicht ideal. Entweder verliere sich nach einiger Zeit ihre Spur im Land oder sie würden angefahren. Zuletzt kam es 2012 auf der A10 bei Erkner zur Kollision mit einem Elch. Die Tiere bringen 400 Kilogramm und mehr auf die Waage. So können sie zu einem Verkehrsrisiko für Autofahrer werden, wie Engel sagte.

DJV abonnieren