Trichinellose

Die Trichinose oder Trichinellose wird von Fadenwürmern der Gattung Trichinella verursacht.

Die geschlechtsreifen weiblichen und männlichen Würmer leben als Endoparasiten im Dünndarm fleischfressender Arten. Etwa eine Woche nach der Ansteckung werden vom Weibchen die ersten Larven ausgeschieden. Diese durchbohren die Darmwand, dringen ins Lymph- und Blutsystem ein und gelangen mit dem Blutstrom ins Muskelgewebe. Insbesondere in gut durchbluteten Arealen wie Zwerchfellpfeiler, Schulterblätter, Lendenbereich kapseln sich die ca. 1mm großen Larven in eine kalkhaltige Schale ein und bleiben so über Jahre hinweg lebens- und ansteckungsfähig. Bei diesem Vorgang wird auch Muskelgewebe zerstört und es kann zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen kommen.

Wird trichinöses Fleisch von Carnivoren aufgenommen, lösen die Verdauungsenzyme die Trichinenkapsel auf und die frei gewordenen Larven nisten sich zwischen den Darmzotten ein. Über mehrere Häutungen entwickeln sich die Larven im Dünndarm zu adulten Würmern und der Parasitenzyklus beginnt neu.

Auch der Mensch ist ein sehr empfänglicher Wirt für Trichinen und die Inkubationszeit dauert durchschnittlich fünf bis vierzehn Tage. Gemäß fleischhygienerechtlicher Bestimmungen muss jegliches Fleisch, das für den menschlichen Verzehr bestimmt ist, so auch Wildbret, einer amtlichen Fleischuntersuchung zugeführt werden (s. Wildbrethygiene und Vermarktung).

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