LJV NRW mit Unterschriftenaktion gegen ideologiegeprägtes Jagdgesetz

Zehn Partnerverbände im ländlichen Raum haben bereits Anfang September in einem Positionspapier zu Augenmaß und Sachorientierung frei von Ideologie bei der Jagdrechtsnovelle in NRW aufgerufen. Nachdem nun die Pläne des NRW-Umweltministeriums bekannt geworden sind, ist dieses Papier aktueller denn je. Unterstützen Sie die Forderungen und sagen Sie Nein zum ersten Entwurf eines „Ökologischen“ Jagdgesetzes!

LJV Nordrhein-Westfalen (Quelle: LJV NRW)
LJV Nordrhein-Westfalen (Quelle: LJV NRW)

Zu den zehn Partnerverbänden gehören neben dem Landesjagdverband der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband, der Rheinische Landwirtschafts-Verband, der Waldbauernverband NRW, der Verband der Fischereigenossenschaften NRW, der Grundbesitzerverband NRW, der Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe, der Rheinische Verband der Eigenjagdbesitzer und Jagdgenossenschaften, der Fischereiverband NRW, der Landesverband der Berufsjäger NRW. Sie vertreten folgenende Position:
 

1.)        Fütterung des Wildes in Notzeiten muss möglich bleiben

2.)        Kein Kirrverbot bei der Wildschweinbejagung

3.)        Frei lebende Tierwelt vor wildernden Katzen und Hunden schützen

4.)        Tierschutzgerechte Hundeausbildung beibehalten

5.)        Baujagd in NRW sichern

6.)        Zerstückelung von Jagdrevieren unterbinden

7.)        Katalog der Tierarten im Jagdrecht umfassend erhalten

8.)        Auswildern frei lebender Tierarten weiter ermöglichen

9.)        Sinnvolle Jagd- und Schonzeiten sichern

10.)      Fangjagd als angewandten Naturschutz sichern

11.)      Keine Jagdbeschränkungen zu Lasten der Landwirtschaft

12.)      Keine Jagdbeschränkungen zu Lasten der Grundeigentümer

Die zehn Verbände vertreten gemeinsam die Interessen und Ziele einer halben Million Mitglieder, die als Jäger ausgebildet sind, als Grundeigentümer das Jagdrecht innehaben oder als Landwirte, Waldbauern und Angler auf eine sachgerechte Jagdausübung angewiesen sind.

Hier geht’s zur Unterschriftenaktion.

Darüber hinaus organisiert der LJV Regionalkonferenzen, um Betroffene im ländlichen Raum zu informieren und mobilisieren:

Auf den Regionalkonferenzen werden neben der vollständigen Analyse des Gesetzentwurfes bereits abgestimmte Positionen und Strategien für die weitere politische Auseinandersetzung erläutert. Zeitgleich mit der Bekanntgabe des Gesetzentwurfs hat der LJV die Termine der Regionalkonferenzen bereits zahlreichen Mitgliedern per E-Mail, Pressemitteilungen und Internet sowie Facebook bekanntgegeben.

Wegen der kurzen Einladungsfrist ist dennoch davon auszugehen, dass noch längst nicht alle, die es angeht, die Regionalkonferenzen in Ihrem Kalender eingetragen haben. Mitglieder werden gebeten, die Einladung in Ihrem Bekanntenkreis weiterzuleiten und möglichst Fahrgemeinschaften zu bilden!

Eingeladen sind alle Betroffenen, also Jäger, Grundbesitzer, Landwirte, Waldbauern, Jagdgenossen und Eigenjagdbesitzer, Fischer und Inhaber des Fischereirechtes, Imker und alle anderen Naturfreunde, die an einer artenreichen Natur ernsthaftes Interesse haben. Landtagsabgeordnete und regionale Politiker erhalten unsererseits und seitens der Kreisjägerschaften persönliche Einladungen.

Die Regionalkonferenzen finden wie folgt statt:

Regierungsbezirk Köln

Dienstag, 7. Oktober, 19 Uhr, Gürzenich Köln, Martinstraße 29 – 37, 50667 Köln

Regierungsbezirk Münster

Donnerstag, 9. Oktober, 19 Uhr, MCC Halle Münsterland, Albersloher Weg 32, 48155 Münster

Regierungsbezirk Düsseldorf

Dienstag, 21. Oktober, 19 Uhr, Niederrheinhalle, An de Tent 1, 46485 Wesel

Regierungsbezirk Arnsberg

Dienstag, 28. Oktober 2014, 19 Uhr, Stadthalle Werl, Grafenstraße 27, 59457 Werl

Regierungsbezirk Detmold

Dienstag, 18. November 2014, 19 Uhr, Rudolf-Oetker-Halle, Lampingstraße 16, 33615 Bielefeld

Jagdhornbläser sind besonders eingeladen und werden gebeten, ihr Instrument mitzubringen!