Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein: Dem Osterhasen "Meister Lampe" geht es gut!

Regelmäßige Feldhaseninventuren der Jäger in Schleswig-Holstein belegen: Die Hasenbestände sind stabil.

Foto: Junge Feldhasen/K.-H. Volkmar

Seit Wochen bevölkert er zu Hunderttausenden die Supermarktregale: Der “Osterhase”. Doch wie ist es um sein Pendant draußen in Feld und Wald bestellt?
Der Feldhase hat in der intensiv genutzten Agrarlandschaft einen schweren Stand. Für differenzierte Aussagen über den Zustand der Feldhasenbestände müssen immer wieder Daten erhoben werden. Nur so, kann auch die Wirksamkeit von Hege- und Pflegemaßnahmen, langfristig beurteilt werden.

“Diese großflächige Inventur, die in Schleswig-Holstein nun schon über 15 Jahre stattfindet, ist ein wichtiger Beitrag der schleswig-holsteinischen Jägerschaft zum Naturschutz. Über 1.600 Arbeitsstunden erbringen die ehrenamtlichen Zähler Jahr für Jahr. Nur deshalb sind genaue Aussagen über den Feldhasenbestand in unserem Land erst möglich”, sagt Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e.V. (LJV).

Dieser Aufgabe hätten sich die Jägerinnen und Jäger verschrieben. Gemeinsam mit der Universität Kiel betreibt der LJV das hiesige WildTierKataster.
Daten über die Wildtierbestände werden kontinuierlich erfasst, ausgewertet und im “Wildzustandsbericht” veröffentlicht. Nach den Ergebnissen des Jahres 2010, sei der Bestand der Feldhasen hierzulande weiterhin stabil und zeige in manchen Regionen sogar positive Entwicklungen. “Im Durchschnitt leben in Schleswig-Holstein 17 Hasen pro Quadratkilometer”, so Dr. Baasch.

In etwa 70, für die verschiedenen Naturräume Schleswig-Holsteins typischen, Referenzrevieren, ermitteln Jägerinnen und Jäger jeweils zweimal im Frühjahr und Herbst die Anzahl der Feldhasen. Der Hase traut sich vor allem im Schutze der Dunkelheit aus der Deckung und das bedeutet langwierige Touren durchs Revier, um die Hasen im Lichtkegel weitreichender Scheinwerfer zu zählen.

Ab März werden Hasenbabys in die offene Landschaft geboren. Witterungseinflüsse, frei laufende Hunde und wildernde Katzen sind ihre ärgsten Feinde und die Häschen sind zu klein um fliehen zu können. Sie werden von der Mutter auch nicht verlassen sondern nur nachts von ihr aufgesucht und gesäugt. Nach etwa drei Wochen erst sind die “Kleinen” so richtig mobil. Sie dürfen auch nicht angefasst werden, weil die Mutter sie dann nicht mehr annimmt.