Landesjagdverband Baden-Württemberg: Endspurt zum „grünen Abitur“

Fast 1.400 neue Jäger in Baden-Württemberg

Rund 750 Jagdschüler büffeln derzeit kräftig für die größte der vier jährlich vom Landesjagdverband ausgerichteten Jägerprüfungen, die im April landesweit an 35 Prüfungsorten gleichzeitig stattfindet.

Im Jahr 2010 haben 1.385 Kandidaten diese schwierige Prüfung bestanden, 40 mehr als im Vorjahr. In diesem Jahr wird sie den zunehmenden Anforderungen an die Jäger angepasst: Als neues Prüfungsfach kommt „Wildbrethygiene und Wildkrankheiten“ hinzu. Damit wird den hohen Anforderungen an die Qualität des Lebensmittels Wildbret und der großen Verantwortung der Jäger als dessen Anbieter Rechnung getragen. Auch dem praktischen Jagdbetrieb und dem Hundewesen wird mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Gleichzeitig wird der Mindestumfang der Ausbildung von 120 auf 130 Stunden angehoben.

Diese Ausbildung kann entweder bei den Kreisjägervereinigungen, an privaten Jagdschulen oder an der Landesjagdschule des Landesjagdverbandes absolviert werden. Eine Entscheidungshilfe bei der Wahl der jagdlichen Ausbildungsstätte bietet das Gütesiegel des Landesjagdverbandes. Dieses wird nach Überprüfung durch ein unabhängiges Unternehmen an Ausbildungsbetriebe verliehen, die festgelegte Standards in der Ausstattung und Gestaltung des Kurses erfüllen. Es soll über den Umfang der staatlichen Jägerprüfung hinaus sicherstellen, dass die Absolventen einer jagdlichen Ausbildung umfassend kompetente Fachleute sind, die sachgerecht Verantwortung für die heimischen Wildtierbestände übernehmen können.

Besonderer Wert wird auch auf die Sachkunde und Sorgfalt im Umgang mit Waffen und Munition gelegt. Des Weiteren soll es die Wettbewerbsfähigkeit der baden-württembergischen Ausbildungsbetriebe auf dem deutschen Markt verbessern. Bislang dürfen 14 Ausbildungsbetriebe in Baden-Württemberg mit diesem Gütesiegel für sich werben.