Jagd bedeutet Verantwortung

Seit vielen Jahren beziehen wir von einem Freund und Nachbarn, dem „Jäger unseres Vertrauens“, Wildbret. Reh- und Schwarzwild stammen aus seinem Revier. Da wir in unmittelbarer Nähe wohnen und einen Hund besitzen, kennen wir nicht nur Feld und Flur, sondern haben auch eine Vorstellung von der Verantwortung, die die Jagdausübung im stadtnahen Bereich mit sich bringt.

#jaeben19 (Quelle: Hammer/privat)
#jaeben19 (Quelle: Hammer/privat)

Jagd sollte jedoch nicht nur aus Verantwortung bestehen, sondern auch zusammenführen. Initiiert durch „unseren“ Jäger, haben wir uns daher Anfang November zu einem Wildkochkurs unter dem Dach von „Wildgut“, einem Eigengewächs von ThüringenForst, aufgemacht.

Uns erwartete hier kein reiner Kochkurs …

Zunächst wurden wir im wunderschönen historischen Forsthaus Willrode mit einem Glühwein begrüßt. Nach einem kurzen Überblick über die Besonderheiten der Jagdgebiete Oberhof und Schellroda sowie über die Wildarten unserer Region ging`s los in die Kühlkammer. Dort begann unsere praktische Arbeit beim ursprünglichen Lebensmittel. Wir wurden durch den Revierjäger Marcus R. (Forstamt Oberhof) in das fachmännische Aus- der- Decke- schlagen und Zerwirken von einem Stück Rehwild eingeführt. Nebenbei vermittelte uns Marcus mit viel Begeisterung, welche köstlichen und abwechslungsreichen Gerichte wir in Zukunft aus welchem Stück frischem Wildfleisch zu Hause zubereiten können. Aber auch die vielen interessanten Informationen rund um die Jägerei und die besondere Qualität des Fleisches überzeugten uns: dass wird nicht unser letztes Wildessen sein.

Jetzt wollten wir aber auch endlich kochen! Zum Zubereiten unseres 3-Gänge-Menüs ging es zurück ins Backhaus. Bevor wir loslegen durften, blies Marcus auf dem Jagdhorn das Signal „Reh tot“. Gemeinsam, unter der Führung eines Profikochs, bereiteten wir nun aus Wildschwein und Hirsch raffinierte Gerichte zu.

Was für ein wunderschöner Abend, an dem wir als Nichtjäger viel über Wild, die vielfältigen wichtigen und schönen Aufgaben eines Revierjägers und Genuss gelernt haben. Wir danken dir, lieber Thomas W., für deine Initiative!

Heike und Thomas Hammer