Jäger sammeln 117.000 Unterschriften gegen Jagdgesetz

Jäger wären nicht Jäger, wenn sie nicht mit einer gewissen Geduld und Beharrlichkeit ausgerüstet wären. Auf fünf Regionalkonferenzen, eine Großdemo mit 15.000 Jägerinnen und Jägern und einige Verfassungsklagen folgen nun 117.000 Unterschriften gegen das praxisferne Jagdgesetz in NRW.

Auf 15.000 Demonstranten folgen 117.000 Unterschriften. Noch nie hat es derartigen Protest auf Seiten der Jägerschaft gegeben. (Quelle: Martini/DJV)
Auf 15.000 Demonstranten folgen 117.000 Unterschriften. Noch nie hat es derartigen Protest auf Seiten der Jägerschaft gegeben. (Quelle: Martini/DJV)

Die Jäger in Nordrhein-Westfalen geben ihren Widerstand gegen das neue Landesjagdgesetz nicht auf. Eine Volksinitiative für ein «praxisgerechtes Jagdgesetz» hätten bereits 117.000 Menschen unterschrieben, teilte der Landesjagdverband (LJV) am Mittwoch in Düsseldorf mit. Damit sich der Landtag mit dem Antrag befassen muss, sind nur 66.000 Unterschriften nötig.

Der Landtag hatte im vergangenen Jahr ein neues Jagdgesetz verabschiedet, das unter anderem ein Verbot bleihaltiger Munition enthält, den Abschuss wildernder Katzen verbietet und die Jagd auf bestimmte Tierarten einschränkt. Gegen die neuen Regeln laufen die Jäger Sturm. Der Landesjagdverband unterstützt unter anderem Verfassungsbeschwerden gegen das Gesetz.

Das neue Gesetz sei auch für den Erhalt der Artenvielfalt unbrauchbar, weil es die Jagd auf Beutetiere wie den Fuchs deutlich erschwere, sagte LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg laut Mitteilung. In einigen Wäldern mit angrenzenden Feldern «scheinen die Füchse wie im Schlaraffenland zu leben» - auf Kosten der schützenswerten Arten im offen Land.