Tagung "Lebensraumkorridore für Mensch und Natur"

Berlin, Fachtagung

Menschen wollen mobil sein – Hirsch, Haselmaus und Co. auch. Doch wie können wir die Mobilität der Tiere gewährleisten? Wie lassen sich Wildunfälle reduzieren? Mittlerweile wurden in Deutschland schon viele Grünbrücken gebaut. Wir haben trotzdem die Durchgängigkeit unserer Landschaft für Tiere bei Weitem noch nicht erreicht.Grünbrücke und Ottertunnel
In der Tagung werden Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Hartwig Fischer, Präsident des Deutschen Jagdverbandes sowie Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbundes Deutschland darlegen, wie die Wiedervernetzung von Lebensräumen zukünftig gestaltet sein muss. Bestehende ökologische Ziele und neue politische Herausforderungen bilden dabei den Hintergrund, damit Mensch und Natur von einer barrierefreien Landschaft profitieren können. Zudem werden auf der Veranstaltung vorbildliche Wiedervernetzungsmaßnahmen in den Ländern sowie aktuelle Ergebnisse aus Forschungen zu Wiedervernetzung und Wildunfallvermeidung vorgestellt.

Die Veranstaltung richtet sich gleichermaßen an Vertreter aus Politik, Behörden und Verbänden wie an Praktiker aus dem Bereich Verkehr und Naturschutz.

Programm

10.00 Uhr: Anmeldung und Begrüßungskaffee

11.00 Uhr: Begrüßung und Moderation

Rudolf Ley, Bundesumweltministerium (BMUB)

Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMUB) Naturschutz-Offensive 2020 – Lebensräume und Lebenswege für Tiere und Pflanzen

Hartwig Fischer, Präsident des Deutschen Jagdverbandes (DJV)
Biologische Vielfalt erhalten – Barrierefreie Landschaften gestalten

Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU)
Wiedervernetzung von Lebensräumen im Lichte der gegenwärtigen und zukünftigen Infrastrukturplanungen

12.00 Uhr: Kaffeepause

Leuchtturmprojekte »Holsteiner Lebensraumkorridore«
und »Regionen-übergreifende Wiedervernetzung«

12.20 Uhr: Lebensraumkorridore und Wiedervernetzung – Entwicklungsperspektiven
Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN)

12.40 Uhr: Bioökologische Wirksamkeit von neu geschaffenen Lebensraumkorridoren: Erfahrungen für die Grüne Infrastruktur Deutschlands
PD Dr. Heiner Reck, Universität Kiel<

13.00 Uhr: Projektumsetzung: Regionale Wiedervernetzung
durch und mit den Menschen Dr. Björn Schulz Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein

Fragen und Diskussion

13.30 Uhr: Mittagsimbiss (incl. Kaffee & Kuchen)

Programm Wiedervernetzung

14.20 Uhr: Die Umsetzung von Wiedervernetzungsmaßnahmen in Baden-Württemberg: Erfolge und Zukunft
Martin Strein, Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt
Baden-Württemberg (FVA)

14.40 Uhr: Das neue Merkblatt für Querungshilfen an Straßen (MAQ)
Dr. Michael Henneberg, Steinbeis-Transferzentrum Angewandte
Landschaftsplanung der Universität Rostock

15.00 Uhr: 6.000 Quadratkilometer Deutschland: Verkehrsbegleitgrün als Lebensraum und Korridor
Prof. Dr. Klaus Richter, Hochschule Anhalt, Bernburg

Fragen und Diskussion

Unfallvermeidung

15.30 Uhr: Wildtier-Informationssystem (WILD): Tierfundkataster – Wildunfälle vermeiden
Heiko Schmüser, Wildtierkataster Schleswig-Holstein und Universität Kiel

15.50 Uhr: Monitoring von elektronischen Wildwarnanlagen: Weniger Opfer?
Prof. Dr. Sven Herzog, Institut für Wildbiologie Göttingen und Dresden e.V.

Fragen und Diskussion

16.20 Uhr: Ausblick und Schlusswort
Rudolf Ley, BMUB

Hier geht’s zum Anmeldeformular. Dieses schicken Sie bitte bis zum 20. März 2017 an korridore2017@jagdverband.de.

Das vollständige Programm finden sie hier.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie im Internet: www.lebensraumkorridore.de