"So möchten wir immer Unterricht machen"

Lehrerin Heike Meyer nutzt seit zehn Jahren das Lehrangebot von Lernort Natur - mit großem Erfolg. Auf der Bildungsmesse didacta in Köln trafen wir sie am DJV-Stand zum kurzen Interview.

Lehrerin Heike Meyer auf der didacta in Köln (Quelle: Kapuhs/DJV)
Lehrerin Heike Meyer auf der didacta in Köln (Quelle: Kapuhs/DJV)

Der Deutsche Jagdverband (DJV) ist mit der Bildungsinitiative Lernort Natur auf der Messe didacta in Köln vertreten. Hier stellen Jäger Konzepte für den außerschulischen Unterricht vor sowie zahlreiche Info-Materialien, Spiel- und Bastelsätze zu unseren heimischen Wildtieren. Lehrerin Heike Meyer ist zum zehnten Mal vor Ort und erzählt begeistert von ihren Erfahrungen mit Lernort Natur. Grund genug, ihr ein paar Fragen zu stellen:

DJV: Wie sind sie auf die Bildungsinitiative Lernort Natur aufmerksam geworden?

Heike Meyer: Ich bin seit 2002 Lehrerin an der Sekundarschule in Beverungen (NRW). Seither besuche ich regelmäßig die Bildungsmesse didacta um mich über Neuheiten zu informieren. Vor zehn Jahren bin ich in Stuttgart auf den Stand und das Angebot des DJV aufmerksam geworden. Zeitgleich machte eine Freundin den Jagdschein, so dass ich mit dem Thema Jagd und Lernort Natur immer vertrauter wurde.

Wie haben sie das Thema in den Schulunterricht integriert?

In unserer Schule bieten wir für die sechste und siebte Klasse den Wahlpflichtkurs „Ökosystem Wald“ an. Da passt es natürlich, mit den Schülern den Wald vor Ort zu erleben. Die Kreisjägerschaft Holzminden hat uns mit dem Lernort-Natur-Mobil begleitet. So konnten sich die Schüler ein Bild von unseren heimischen Wildtieren machen. Zusammen mit den Jägern haben wir zudem Holzstifte gebastelt, Holundersirup selbst hergestellt und natürlich Fährten gelesen. Zudem nutze ich das Lernort-Natur-Material für den Unterricht im Klassenraum. Farbfolien, Poster, Arbeitsblätter und Kopiervorlagen zu den heimischen Tierarten sind ja so aufbereitet, dass sie unkompliziert eingesetzt werden können.

Wie kommt der außerschulische Unterricht bei den Schülern an?

Angesetzt sind die Seminare zumeist bis 14Uhr. Nur selten werden wir pünktlich fertig. „So möchten wir immer Unterricht machen“, bekomme ich dann zu hören. Es ist jedes Mal ein tolles Erlebnis, bei dem die Schüler spielerisch Wissen erlernen. Faszinierend ist auch, das ein fächerübergreifender Unterrricht auf diese Weise möglich ist. So lassen sich auch Themen vermitteln, die im normalen Unterricht nicht so attraktiv sind.

Überzeugt Sie als Lehrerin das pädagogische Konzept von Lernort Natur?

Die Kinder lernen hier mit allen Sinnen. Ich habe auch festgestellt, dass dadurch Wissen viel leichter aufgenommen und Bezüge hergestellt werden können. Lernen in und mit der Natur ist ein zukunftsweisender Aspekt der Pädagogik. Wir werden versuchen, das Konzept in Projektwochen öfter umzusetzen.