Hände weg vom Jagdrecht!

In Hessen ist eine Landesjagdverordnung geplant, die aktuelle Jagd- und Schonzeiten drastisch verändern würde. Der LJV ruft zu „scharfem aber sachlichem Protest auf“ und hat eine Unterschriftenaktion initiiert. Der DJV fordert alle Jägerinnen und Jäger auf, die Aktion zu unterstützen.

In Stuttgart haben Jägerinnen und Jäger eindrucksvoll für ihr Recht demonstriert. (Quelle: DJV)
In Stuttgart haben Jägerinnen und Jäger eindrucksvoll für ihr Recht demonstriert. (Quelle: DJV)

Der DJV ruft alle Jägerinnen und Jäger zur Unterstützung der Aktion „Hände weg vom Jagdrecht - Keine Aushöhlung durch neue Jagdverordnung!“ des LJV-Hessen auf. Auf der Kampagnenseite sammelt der LJV Unterschriften gegen die geplante Jagdverordnung (JVO). Der erste Entwurf sieht nicht nur drastische Einschnitte bei den Jagd- und Schonzeiten vor, so zum Beispiel die Aufhebung der Jagdzeiten für Beutegreifer, den Feldhasen und die Graugans, sondern greift auch in das Grundgesetz ein (Eigentumsrecht der Grundeigentümer nach Art. 14 Grundgesetz und ebenso einen Eingriff in die Handlungsfreiheit des Jagdausübungsberechtigten aus Art. 2 Grundgesetz). „Jetzt gilt es solidarisch zusammenzustehen und miteinander für ein praktikables und ideologiefreies Jagdrecht zu kämpfen“, so DJV-Präsident Hartwig Fischer. „Wir Jägerinnen und Jäger haben mit den Demonstrationen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen eindrucksvoll gezeigt, was uns die Jagd in Deutschland bedeutet“, so Fischer weiter. Der LJV schließt derzeit eine Kundgebung in Hessen nicht aus.

Der Zeitpunkt des ersten Entwurfs ist offenbar gezielt ausgewählt: Unmittelbar vor Beginn der Sommerferien, am 24. Juli, hat das Hessische Umweltministerium den Entwurf der JVO dem LJV Hessen und weiteren Verbänden – darunter auch obskure Tierschutzorganisationen – zur Anhörung übersandt. Die Anhörungsfrist und damit auch die Unterschriftenaktion endet am 15. September.